30. September 2009
Auswahl
Ansicht
Sonstiges
 
 

SPD und Duin vom Wähler abgestraft
Vier Ostfriesen ziehen ganz sicher in das Berliner Parlament ein. Garrelt Duin und Karin Evers-Meyer für die SPD, Thilo Hoppe für die Grünen und Gitta Connemann für die CDU in den Bundestag gewählt.
Ostfriesland. Persönliche Verluste von mehr als zehn Prozent und noch gravierendere Einbußen für die Partei haben den Wahlabend für Garrelt Duin zu einem albtraumartigen Erlebnis werden lassen. Der Hinteraner gewann mit nur noch 44 Prozent der Stimmen zwar den Wahlkreis Norden-Aurich-Emden direkt, erlitt aber dramatische Verluste von 14 Prozent. Die Partei verlor sogar 17 Prozent. Vorbei die Zeiten, als Duin bei knapp unter 60 Prozent lag. Vorbei erst recht die Zeiten, in denen der Norder Jann-Peter Janssen das viertbeste Ergebnis eines sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten erzielte. Die einstmalige SPD-Hochburg bröckelte an allen Stellen.
Reinhard Hegewald und die CDU haben davon nicht profitiert. Der Emder verlor sogar im Vergleich zum Norddeicher Hermann Reinders, der vor vier Jahren antrat, an Stimmen, wenn auch nur um eineinhalb Prozentpunkte. Die Partei stabilisierte sich in diesem Wahlkreis auf niedrigem Niveau (24,6 Prozent). Hegewald schaffte es nicht, über die Landesliste in den Bundestag einzuziehen.
Im Wahlkreis Norden-Aurich-Emden siegten die so genannten kleinen Parteien. Am stärksten legte Die Linke mit sieben Prozent zu. Von den Schwächen, die die SPD offenbarte, profitierten die Linken um ihren Direktbewerber Martin Heilemann.
Auch die Grünen um Thilo Hoppe legten zu – 4,9 Prozent in den Erst- und 4,2 Prozent in den Zweitstimmen. Klar war, dass der Auricher wieder in den Bundestag einziehen wird. Er belegte immerhin Rang vier der Landesliste. Cornelia Debus und die FDP gehörten ebenfalls zu den Siegern im Wahlkreis.
Zu den Enttäuschungen des Wahlabends gehörte auch die Wahlbeteiligung. Sie lag im Landkreis Aurich und in der Stadt Emden bei lediglich 70 Prozent. In der Stadt Norden waren es noch weniger (69).

Wahlkreis Friesland

Im Wahlkreis Friesland gewinnt die bisherige SPD-Abgeordnete Karin Evers-Meyer das Direktmandat. Wie Duin verliert die Zetelerin, die vom Kanzler-Kandidaten Frank-Walter Steinmeier ins Kompetenzteam geholt worden ist, mehr als zehn Prozent. Sie kommt auf 39,9 Prozent. Hans-Werner Kammer (CDU) erreicht 32,4 Prozent. Für ihn entwickelte sich der Abend zu einer regelrechten Zitterpartie. Er wurde von seiner Partei auf Listenplatz 13 nominiert.
In Wittmund, Friesland und Wilhelmshaven erzielt Lübbo Meppen (FDP) 9,41 Prozent und Peter Sokolowski bringt 7,52 Prozent für die Grünen ins Ziel. Die Linke positioniert sich beim Wähler ähnlich gut, wie im Bund: 9,27 Prozent der Wähler kreuzen die Kandidatin Anja Kindo an.

Wahlkreis Leer-Unterems

Gitta Connemann von der CDU gewinnt den Wahlkreis erneut direkt. Sie kommt auf 45,2 Prozent der Wählerstimmen. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl im Jahr 2005 hat sie knapp zwei Prozent verloren. Auch bei den Zweitstimmen ist die CDU mit 39,1 Prozent die stärkste Partei. Die SPD musste erhebliche Verluste hinnehmen. Sie erzielt lediglich 27,6 Prozent der Stimmen (2005: 41,1 Prozent). mm
Aurich vom Mittwoch, 30. September 2009, Seite 18 (259 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 
 

<   September   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30