16. Januar 2019
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Neujahrsempfang Norden: Bürgermeister Heiko Schmelzle (CDU) blickt beim Neujahrsempfang der Stadt noch einmal zurück.

Norddeich. 2019, das dürfte allen Besuchern des Neujahrsempfangs der Stadt Norden am Sonntag im Norddeicher Haus des Gastes klar geworden sein, wird ein Jahr mit riesigen Herausforderungen, wenn man das toppen möchte, was in 2018 alles so gelaufen ist in Norden. Bürgermeister Heiko Schmelzle (CDU) wurde jedenfalls nicht müde in der Aufzählung all’ dessen, was aus seiner Sicht Herausragendes im letzten Jahr rund um den Marktplatz der Stadt so alles organisiert worden ist. Entsprechend lang wurde der Vormittag, der zudem abgerundet wurde durch Ballettvorführungen Norder Kunstschülerinnen unter der Leitung von Simone Grensemann, der Ehrung von Irina Eifert, Anke Friedewold und Natalia Schilref, dem Besuch der Sternsinger zum Ende sowie der Begleitmusik des Norder Stadtorchesters .

Der Norder Bürgermeister kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Berauschte sich stellvertretend für alle noch einmal an der gewonnenen Stadtwette im letzten Juli bei der NDR-Sommertour, vor allem am aufgebauten Schloss auf dem Marktplatz: „Jeder denkt jetzt, das Schloss Versailles steht in Norden.“ Selbst aus der Schweiz habe er größtes Lob für dieses Engagement erhalten. Besagtes Lob gab er weiter an alle Ehrenamtlichen, die mitgewirkt hatten, „das größte Ding“ so gut bewältigt zu haben. „Seit Mission Olympic im Jahre 2009 habe ich nicht ein so starkes Wir-Gefühl in dieser Stadt gespürt“, sagte Schmelzle. „Wir können miteinander, wenn wir nur wollen“, fügte er unter starkem Beifall der vielen Gäste am Sonntag hinzu .

Stadtwette gewonnen

Letzten Endes war diese NDR-Aktion Auslöser für die Ehrung der drei Frauen im Rahmen der Neujahrsbegegnung, die Schmelzle zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten Elke Kirsten vornahm. Eifert, Schilref und Friedewold hatten alle federführend zum Gelingen der Stadtwette beigetragen .

Ob Maibaumaufstellen, Scavenger Hunt, ob Bevölkerungsschutztag, Rosenmarkt, Feuerwehrtage oder Straßenkunstfestival - Schmelzle ließ kein Großereignis 2018 aus, beschrieb jeweils noch einmal ausführlich, was geleistet worden war, dankte den Aktiven im Vorder- und Hintergrund, beschrieb das „Norden-Feeling“ im Behrend’schen Garten und gab sich dankbar für die große Hilfe von allen Seiten im letzten Jahr .

Vieles sei durch Unterstützung in verschiedener Form möglich geworden - Schmelzle erwähnte die Finanzierung der Eisbahn, die jetzt für drei Jahre gesichert sei, und erzählte vom Ringen um den verkaufsoffenen Sonntag zum Jahresende beim Eisschnitzfestival. Der sei erst im letzten Moment durch Kontaktaufnahme mit dem Oberlandesgericht in Oldenburg möglich geworden. Schmelzle verwies nicht ohne Stolz in der Stimme auf vielfältiges Engagement nicht nur ehrenamtlicher Helfer, sondern auch der Bediensteten bei der Stadt Norden .

Norden/Norddeich sei nicht nur als Wohn-, sondern auch als Urlaubsort sehr attraktiv, sagte Schmelzle. Er verwies auf Zahlen von Kurdirektor Armin Korok mit Zuwachszahlen bei den Übernachtungen von rund 50 Prozent in den letzten zehn Jahren. Das bedeute aber auch, dass man im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes Norddeich als lebenswerten Wohnort attraktiv erhalten müsse. Schmelzle verwies in diesem Zusammenhang auf bereits angepasste Bebauungspläne und entsprechende Untersuchungen zur Ferienwohnungsvermietung .

„Wasserkante” nur kurz

Das dauerschwelende Thema „Wasserkante“ streifte er nur kurz. Man erwarte mit Spannung die Entscheidung über eingereichte Förderanträge. Er bleibe dabei: „Wir machen das zuerst, wofür wir die höchste Förderung erhalten.“ Entscheidend seien die nächsten Wochen und Monate, vertröstete der erste Mann der Stadt die anwesende Bevölkerung .

Immer wieder richtete Schmelzle seinen Dank in Richtung Feuerwehr - für gelungene Aktionen in 2018, besonders auch beim Moorbrand in Meppen, verwies aber auch auf die Unterstützung durch die Stadt. In wenigen Tagen werde das neue Löschfahrzug „Umwelt“ mit einem Wert von 330 000 Euro erwartet, zudem seien die Planungen für das Leybuchter Feuerwehrhaus schon weit fortgeschritten. „Wir wollen den ländlichen Raum stärken“, betonte der Bürgermeister mit Verweis auf das künftige Dorfgemeinschaftshaus in Leybuchtpolder und eine Förderung in Höhe von 73 Prozent, weil es sich um ein ortsbildprägendes Gebäude handle .

Sorgen macht sich Schmelzle um das Handwerk vor Ort. Die Auftragsbücher seien voll, aber es fehlten Fachkräfte, sagte er, blieb in seinen Ausführungen diesbezüglich aber eher allgemein. In der Ansiedlung der Jugendberufsagentur dort, wo früher einmal die Feuerwehrtechnische Zentrale in Norden stand, sieht er eine Chance für die Zukunft. So könnten viele Schüler der Conerusschule frühzeitig für eine Karriere in der örtlichen Wirtschaft gewonnen werden. ish

Emden vom Mittwoch, 16. Januar 2019, Seite 4 (4 Views)

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