06. Februar 2019
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Grenzenlose Friedensarbeit

Delegation aus Russland besuchte die Kriegsgräberstätte in Tannenhausen.

Aurich-Tannenhausen/Emden. Das 30-jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft feiern in diesem Jahr das ostfriesische Emden und das russische Archangelsk. Aus diesem Grund war in der vergangenen Woche eine Delegation aus Archangelsk in der Seehafenstadt zu Gast, wo die beiden Städte ihre Partnerschaft erneuerten und ein Protokoll über die weitere Zusammenarbeit unterzeichneten.

Den Aufenthalt in Emden nutzten Archangelsk' Oberbürgermeister Igor Godzish und seine Mitreisenden - Universitätsrektorin Prof. Dr. Elena Kudriashova, Stadtrat Ivan Vorontsov und die Leiterin des Fachdienstes Internationales, Elena Bubnovich, zuzüglich Dolmetscherin - für einen Abstecher nach Aurich. Dort besuchten sie die Kriegsgräberstätte, um auf dem sogenannten Russenfriedhof einen Kranz niederzulegen. Anwesend waren während der kleinen Zeremonie, die musikalische begleitet und durch die Feuerwehr Tannenhausen unterstützt wurde, auch Aurichs Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst, die stellvertretende Landrätin Antje Harms und Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann .

Der Besuch in Aurich kommt dabei nicht von ungefähr: Die Projektgruppe Kriegsgräberstätte Tannenhausen organisiert seit zehn Jahren den Besuch von Jugendlichen aus Archangelsk, die Soldatengräber pflegen, Gedenkfeiern organisieren und sich nicht zuletzt mit hiesigen Schülern austauschen, wie Heinz Kleemann von der Projektgruppe im Gespräch mit dem Heimatblatt erklärte. „Die Kriegsgräber sind Orte des Gedenkens und der Mahnung für den Frieden”, sagte er mit Blick auf den völkerverbindenden Aspekt dieser Veranstaltungen.

Ein Punkt, den Aurichs Bürgermeister ebenfalls in seiner Ansprache betonte, wie Kleemann ausführte. So sprach Windhorst die Wichtigkeit des gegenseitigen Austausches, insbesondere der Jugend, als Kernpunkt einer aktiven Friedensarbeit an. Dieses geschehe hier in Aurich schon seit vielen Jahren in vorbildlicher Art und Weise, verwies er auf die jährlich stattfindenden Deutsch-Russischen Seminare im Europahaus. Projektgruppenmitglied Alwin de Buhr wiederum überreichte der Delegation aus Archangelsk während der Begrüßung eine Dokumentation über die bisherigen Aktionen auf dem Russenfriedhof. Igor Godzish bedankte sich in seiner Rede bei der Projektgruppe und der Stadt Aurich für deren Engagement, erinnerte an die schweren Schicksale und mahnte, die Friedensarbeit nicht ruhen zu lassen .

Nach der Gedenkfeier stand für die den Archangelsker Bürgermeister und seine Begleiter noch ein Mittagessen im EEZ auf dem Programm. Eine Werksbesichtigung in der Rotorblattfertigung von Enercon beschloss den Besuch in Aurich. har

Emden vom Mittwoch, 6. Februar 2019, Seite 7 (4 Views)

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